LernpfadPersonal SkillsPersonal Skills I
I.3

Personal Skills I

Lernen und Lernverhalten

Das eigene Lernverhalten erkennen und mit passenden Strategien nachhaltig verbessern.

So arbeitest du

  1. 1.Theorie lesen
  2. 2.Beispiel verstehen
  3. 3.Aufgaben lösen und prüfen

Lernzielkontrolle

Was kann ich bereits?

0 von 3 sicher

1.Die vier im Skript beschriebenen Lernzugänge erklären und sinnvoll kombinieren.

2.Das eigene Lernverhalten anhand konkreter Beobachtungen statt fester Schubladen reflektieren.

3.Geeignete Lerntipps auswählen, erproben und ihre Wirkung mit einer Nachkontrolle beurteilen.

Die Einschätzung wird automatisch auf diesem Gerät gespeichert. Prüfe sie nach den Übungen erneut.

Lernteil

Theorie und Beispiele

1

Vier Lerntypen

Das Skript unterscheidet visuelles, auditives, kommunikatives und haptisch-motorisches Lernen. Die Begriffe beschreiben bevorzugte Zugänge: sehen, hören, austauschen oder praktisch handeln.

Visuelles Lernen nutzt Texte, Skizzen, Farben und Übersichten. Auditives Lernen arbeitet mit Zuhören und lautem Erklären. Kommunikatives Lernen entsteht durch Fragen, Diskussion und gegenseitiges Erklären. Haptisch-motorisches Lernen verbindet Wissen mit Ausprobieren, Bewegung oder konkreter Anwendung.

Menschen lernen nicht ausschliesslich über einen Zugang und Lerntypen sind keine wissenschaftlich festgelegten Persönlichkeitsschubladen. Entscheidend sind Lernziel, Inhalt und überprüfbarer Lernerfolg. Besonders wirksam ist eine Kombination, zum Beispiel lesen, erklären, anwenden und später wiederholen.

Praxisbeispiel

Ein Thema wird zuerst als Grafik betrachtet, danach laut erklärt und schliesslich an einer Aufgabe angewendet.

Vier Lernzugänge mit Bildern für visuelles, auditives, kommunikatives und haptisch-motorisches Lernen
Lernzugänge sind keine festen Schubladen: Besonders wirksam ist die passende Kombination aus Sehen, Hören, Besprechen und Anwenden.
2

Lerntypentest

Ein Lerntypentest ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion. Er zeigt mögliche Vorlieben, aber keine unveränderliche Eigenschaft und ersetzt keine Beobachtung des eigenen Lernerfolgs.

Entscheidend ist die Frage: Mit welcher Methode kann ich Wissen später korrekt erklären und anwenden? Ergebnisse sollten deshalb im Alltag ausprobiert und überprüft werden.

Bei mehreren gleich hohen Auswertungen liegt kein Fehler vor: Die Person nutzt verschiedene Zugänge ähnlich gern. Auch bei einem deutlichen Ergebnis sollten weitere Methoden einbezogen werden, weil eine Vorliebe nicht automatisch die wirksamste Lernform für jede Aufgabe ist.

Praxisbeispiel

Ein Test deutet auf visuelles Lernen hin. Die lernende Person prüft zwei Wochen lang, ob Skizzen tatsächlich bessere Ergebnisse bringen.

Interaktiver Selbsttest

Welche Lernzugänge passen zu dir?

Kreuze bei jeder Aussage Ja oder Nein an. Antworte so, wie du meistens lernst.

0 von 12 beantwortet

1.Ich merke mir Inhalte besser, wenn ich eine Grafik oder Skizze sehe.
2.Farben, Tabellen und Übersichten helfen mir beim Lernen.
3.Ich zeichne Zusammenhänge gern als Mindmap.
4.Ich verstehe Inhalte besser, wenn ich sie laut höre.
5.Ich spreche Lernstoff gern laut für mich selbst aus.
6.Erklärvideos oder Audioaufnahmen helfen mir beim Wiederholen.
7.Ein Gespräch hilft mir, einen schwierigen Inhalt zu verstehen.
8.Ich lerne gern, indem ich einer anderen Person etwas erkläre.
9.Fragen und Rückmeldungen in einer Lerngruppe helfen mir.
10.Ich verstehe etwas besser, wenn ich es selbst ausprobiere.
11.Übungen und konkrete Beispiele helfen mir mehr als reines Lesen.
12.Beim Lernen schreibe, ordne oder bewege ich gern Material.

Bitte beantworte zuerst alle Aussagen.

3

Lernverhalten reflektieren

Zur Reflexion gehören Lernzeit, Lernort, Hilfsmittel, Motivation, Pausen und Prüfungsvorbereitung. Eine ehrliche Bestandsaufnahme macht Stärken und Hindernisse sichtbar.

Eine Verbesserung wird konkret formuliert, ausprobiert und nach einer festgelegten Zeit überprüft. Kleine Änderungen sind meist nachhaltiger als ein vollständiger Neustart.

Zusätzlich werden Ablenkungen, bevorzugte Tageszeit, Dauer der Lernblöcke, Lerngemeinschaften und bisherige Erfolgskontrollen betrachtet. Eine gute Reflexion nennt eine konkrete Situation und trennt Beobachtung, Ursache und geplante Veränderung.

Praxisbeispiel

Statt erst am Vorabend zu lernen, plant Luca an vier Tagen je 25 Minuten und prüft danach, ob er die Inhalte ohne Unterlagen erklären kann.

4

Lerntipps und Wiederholung

Karteikarten eignen sich für Begriffe, Formeln und Sprachen. Kleine Lerneinheiten über mehrere Tage sind nachhaltiger als eine lange Nachtschicht vor der Prüfung. Lerngruppen helfen beim Erklären und gegenseitigen Abfragen, benötigen aber klare Zeiten und Ziele.

Ein Richtungswechsel – Fragen mischen, Inhalte rückwärts erklären oder in neuen Zusammenhängen anwenden – verhindert blosses Auswendiglernen einer Reihenfolge. Wiederholungen in wachsenden Abständen und aktives Abrufen festigen das Langzeitgedächtnis.

Post-it-Erinnerungen und eine Lernlandkarte beziehungsweise Mindmap machen Inhalte im Alltag sichtbar und zeigen Zusammenhänge. Bei geringer Motivation hilft der Bezug zum persönlichen Berufs- oder Ausbildungsziel.

Abwechslung ist sinnvoll, wenn sie zum Lernziel passt. Eine Formel wird gerechnet, ein Begriff erklärt und ein Zusammenhang anhand eines Falls angewendet. Jede Methode wird mit einer kurzen Selbstkontrolle verbunden.

Praxisbeispiel

Sara wiederholt zehn Karten, zeichnet danach eine Mindmap und erklärt das Thema zum Abschluss einer Kollegin.

Sechs wirksame Lerntipps mit kurzen Lernblöcken, aktivem Abrufen, Wiederholung, Karteikarten, Erklären und Pausen
Wirksames Lernen verbindet kurze Einheiten, aktives Abrufen, verteilte Wiederholung und passende Erholung.

Anwendung

Übungsaufgaben

Formuliere deine Lösung in eigenen Worten und wähle danach «Antwort prüfen». Du erhältst sofort eine Beurteilung mit Erklärung, fehlenden Punkten und Prüfkriterien.

1

Praxisauftrag nach Skript

Grundlage

Lerntypentest aus dem Skript

Ausgangslage und Auftrag

Beantworten Sie die folgenden Fragen spontan und ehrlich. Tragen Sie bei jeder Frage den Buchstaben der Antwort ein, die Ihrem bevorzugten Vorgehen am ehesten entspricht.

Deine Arbeitsergebnisse

Zu jedem Arbeitsschritt gehört ein eigenes Ergebnisfeld. So kannst du die Aufgabe der Reihe nach vollständig bearbeiten.

A mündliche Schilderung · B Skizze · C Wegbeschreibung · D der Freund zeigt den Weg

A Hörbuch/Audio · B Fachliteratur/Dokumentation · C ausprobieren · D Austausch mit Lernenden

A Reisebüro · B Reiseführer/Diavortrag · C vor Ort ausprobieren · D Austausch mit Freunden

A klar strukturierter Vortrag · B vorbereitetes Skript · C technische Lehrmittel · D gute Praxisbeispiele

A Klingel- und Tastentöne · B technische Details · C Funktionsweise beim Benutzen · D Beratung

A Ausdrucksweise · B Kleidung/Auftreten · C Gestik/Bewegung · D Verhalten im Gespräch

A mündliche Einzelheiten · B Information per E-Mail · C praktische Fälle · D Gespräch mit Kollegen

A laut vorsagen · B schnell niederschreiben · C Varianten aufschreiben/ausprobieren · D Kollegen fragen

A aufmerksam zuhören · B Skript/Grafik · C praktische Beispiele · D Fragen und Diskussion

A Musik hören · B Buch lesen · C Sport · D Freunde treffen

Überwiegend A = auditiv · B = visuell · C = motorisch · D = kommunikativ

2

Praxisauftrag nach Skript

Transfer

Aufgabe 7: Persönliches Lernverhalten reflektieren

Ausgangslage und Auftrag

Die folgenden Fragen helfen Ihnen, sich Ihr persönliches Lernverhalten bewusst zu machen.

Deine Arbeitsergebnisse

Zu jedem Arbeitsschritt gehört ein eigenes Ergebnisfeld. So kannst du die Aufgabe der Reihe nach vollständig bearbeiten.

3

Praxisauftrag nach Skript

Anwendung

Aufgabe 8: Persönlich passende Lerntipps

Ausgangslage und Auftrag

Sie haben eine Sammlung an Lerntipps kennengelernt. Welche davon können Sie in Ihrem persönlichen Lernverhalten am besten unterstützen? Welche Lerntipps möchten Sie ausprobieren?

Deine Arbeitsergebnisse

Zu jedem Arbeitsschritt gehört ein eigenes Ergebnisfeld. So kannst du die Aufgabe der Reihe nach vollständig bearbeiten.

Begründen Sie Ihre Auswahl.

Legen Sie Zeitpunkt, Vorgehen und eine kurze Erfolgskontrolle fest.

4

Kurze Lernkontrolle

Lernexperiment planen

Ausgangslage und Auftrag

Du musst die vier Phasen des Konjunkturzyklus lernen und später erklären können. Welche Methoden ergeben zusammen ein wirksames Lernexperiment?

Markiere alle richtigen Aussagen

Nutze Stichpunkte oder kurze, vollständige Sätze. Bearbeite alle verlangten Teilresultate.

5

Kurze Lernkontrolle

Lernverhalten verbessern

Ausgangslage und Auftrag

Luca beginnt oft erst am Vorabend, wird durch das Handy unterbrochen und prüft sein Wissen nur durch Lesen. Welche kleinen Änderungen sind sinnvoll?

Markiere alle richtigen Aussagen

Nutze Stichpunkte oder kurze, vollständige Sätze. Bearbeite alle verlangten Teilresultate.

6

Kurze Lernkontrolle

Anwendung

Lerntipps passend auswählen

Ausgangslage und Auftrag

Nina muss Fachbegriffe verstehen, Zusammenhänge erklären und Buchungssätze anwenden. Welche Lernwege passen?

Markiere alle richtigen Aussagen

Nutze Stichpunkte oder kurze, vollständige Sätze. Bearbeite alle verlangten Teilresultate.

Deine Eingaben werden automatisch auf diesem Gerät gespeichert.

Unterrichtsmaterial

Arbeitsblatt und Lehrpersonenlösung

Beide Fassungen können gedruckt oder als PDF gesichert werden.