Konjunkturzyklus und BIP
Konjunktur bezeichnet Lage und Entwicklung einer Volkswirtschaft. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) misst den Wert aller im Inland während einer Periode hergestellten Endprodukte und Dienstleistungen.
Der Konjunkturzyklus umfasst Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung (Rezession) und Tiefphase (Depression). Produktion, Beschäftigung, Investitionen und Preise verändern sich je nach Phase.
Das nominale BIP wird mit laufenden Preisen gemessen. Das reale BIP bereinigt Preisveränderungen und eignet sich deshalb besser, um die produzierte Menge über die Zeit zu vergleichen. Das BIP pro Kopf verteilt die Wirtschaftsleistung rechnerisch auf die Bevölkerung.
Das BIP ist ein wichtiger, aber begrenzter Wohlstandsindikator. Unbezahlte Arbeit, Einkommensverteilung, Umweltbelastungen, Gesundheit und Lebensqualität werden nur unvollständig oder gar nicht abgebildet.
Konjunkturphasen sind keine exakt gleich langen Abschnitte. Zur Beurteilung werden mehrere Indikatoren gemeinsam betrachtet, beispielsweise Aufträge, Produktion, Auslastung, Arbeitslosigkeit, Investitionen und Konsumstimmung.
Praxisbeispiel
Steigende Aufträge, Investitionen und Beschäftigung sprechen für einen Aufschwung; sinkende Nachfrage und zunehmende Arbeitslosigkeit für einen Abschwung.


