Bedürfnisse und Güterarten
Ein Bedürfnis ist ein empfundenes Mangelgefühl. Existenzbedürfnisse sichern das Leben, Individualbedürfnisse betreffen einzelne Menschen und Kollektivbedürfnisse werden gemeinsam, häufig durch den Staat, erfüllt.
Freie Güter sind grundsätzlich ohne wirtschaftliche Gegenleistung verfügbar. Wirtschaftliche Güter sind knapp. Dazu gehören Sachgüter, Dienstleistungen und Rechte. Sachgüter können Gebrauchsgüter oder Verbrauchsgüter sein: Gebrauchsgüter lassen sich mehrfach nutzen, Verbrauchsgüter werden bei der Nutzung aufgebraucht.
Wird ein Bedürfnis mit Kaufkraft verbunden, entsteht Bedarf. Tritt dieser Bedarf am Markt als Kaufabsicht auf, spricht man von Nachfrage. Nicht jedes Bedürfnis führt deshalb automatisch zu einer Nachfrage.
Konsumgüter dienen unmittelbar der Bedürfnisbefriedigung von Haushalten. Investitionsgüter werden von Unternehmen eingesetzt, um weitere Leistungen herzustellen. Dasselbe Gut kann je nach Verwendung unterschiedlich eingeordnet werden: Ein Computer zu Hause ist Konsumgut, derselbe Computer im Betrieb Investitionsgut.
Wirtschaftliche Güter sind knapp, weshalb Haushalte und Unternehmen entscheiden müssen, wofür sie ihre begrenzten Mittel einsetzen. Jede Entscheidung hat Opportunitätskosten: Wer sich für eine Möglichkeit entscheidet, verzichtet auf den Nutzen der besten nicht gewählten Alternative.
Praxisbeispiel
Sonnenlicht ist meist ein freies Gut. Ein Fahrrad ist ein mehrfach nutzbares Gebrauchsgut, Lebensmittel sind Verbrauchsgüter und ein Haarschnitt ist eine Dienstleistung.

