3.12

Office Skills · VSH-Niveau K3

Präsentationen erstellen

Folien mit geeigneten Inhalten, Layouts und zurückhaltenden Animationen zielgruppengerecht gestalten.

So lernst du

  1. 1.Theorie verstehen
  2. 2.Beispiel nachvollziehen
  3. 3.Aufgabe lösen und prüfen

Lernteil

Theorie und Beispiele

1

Inhalt, Master und Layout

Eine Präsentation folgt einer klaren Geschichte: Einstieg, wenige Hauptaussagen und Abschluss. Text, Bilder, Diagramme, Tabellen und Objekte werden nur eingesetzt, wenn sie die Aussage unterstützen.

Folienmaster und Layouts sichern einheitliche Schriftarten, Farben, Positionen und Fusszeilen. Inhalte werden nicht auf jeder Folie manuell neu ausgerichtet.

Praxisbeispiel

Für Monatszahlen zeigt ein Diagramm den Trend; die genaue Datentabelle bleibt im Anhang.

2

Zielgruppe und Animation

Schriftgrösse, Kontrast und Informationsmenge müssen zur Zielgruppe und zum Raum passen. Eine Folie unterstützt den Vortrag und ersetzt kein Skript.

Animationen lenken die Aufmerksamkeit gezielt. Zu viele Effekte, Töne oder verschiedene Übergänge wirken unruhig und erschweren das Verständnis.

Praxisbeispiel

Drei Prozessschritte erscheinen nacheinander mit demselben dezenten Effekt, während sie erklärt werden.

3

Notizen und Referentenansicht

VSH-Grundlage

Sprechernotizen enthalten Stichworte, Quellen oder Übergänge, die nicht auf die Folie gehören. Die Referentenansicht zeigt aktuelle und nächste Folie, Notizen und Zeit, während das Publikum nur die Präsentation sieht.

Vor dem Einsatz werden Anzeige, Links, Videos, Schriftgrössen und eine PDF-Ersatzversion getestet. Diagramme und Bilder erhalten verständliche Aussagen oder Alternativtexte; ausreichender Kontrast und eine logische Folienreihenfolge unterstützen unterschiedliche Lern- und Sehbedürfnisse.

Praxisbeispiel

Die Folie zeigt nur drei Kernaussagen; Definition und Überleitung stehen in den Notizen der vortragenden Person.

4

10-20-30-Regel als Orientierung

Vertiefung

Die 10-20-30-Regel empfiehlt als grobe Orientierung höchstens zehn Folien, etwa zwanzig Minuten und mindestens 30 Punkt Schrift. Sie ist keine verbindliche VSH-Vorgabe.

Entscheidend bleiben Auftrag, Zielgruppe, Zeit und Lesbarkeit. Eine kurze Unterrichtspräsentation kann deshalb bewusst anders aufgebaut sein.

Praxisbeispiel

Ein zehnminütiger Projektbericht nutzt fünf gut lesbare Folien statt die Regel mechanisch anzuwenden.

5

Barrierefreiheit und Probelauf

VSH-Grundlage

Lesbare Schrift, ausreichender Kontrast, sinnvolle Lesereihenfolge und Alternativtexte machen Folien zugänglicher. Bilder, Daten und Zitate benötigen nachvollziehbare Quellen; Foliennummern erleichtern Rückfragen.

Ein vollständiger Probelauf prüft Dauer, Referentenansicht, Animationen, Medien, Links und Darstellung am Zielgerät. Eine geprüfte PDF dient als Ersatz, wenn interaktive Elemente nicht benötigt werden.

Praxisbeispiel

Vor der Präsentation führt Mia die Barrierefreiheitsprüfung aus, ergänzt Alternativtexte und testet die Datei im Vortragsraum.

Office-Praxis

Direkt im Lernpfad arbeiten

Bearbeite den vollständigen Microsoft PowerPoint-Auftrag direkt im integrierten Arbeitsbereich und kontrolliere deine Lösung anschliessend im Tool.

Microsoft PowerPoint

Dein konkreter Auftrag

Arbeite mit der angegebenen Ausgangslage und erreiche das klar beschriebene Ziel.

Ausgangslage

Das interne Projektteam hat die neue Bestelllösung «DeskFlow» vier Wochen lang getestet. Du präsentierst die Ergebnisse in fünf Minuten vor der Geschäftsleitung und beantragst die Freigabe für die Einführung.

Dein Ziel

Erstelle eine überzeugende Präsentation mit genau fünf Folien. Zeige Problem, Lösung und messbare Verbesserung und schliesse mit einer klaren Entscheidungsvorlage.

Arbeitsmaterial

Hier ist der vollständige Rohtext

Präsentationsbriefing DeskFlow
Folie 1 – Einstieg

Titel: DeskFlow – Bestellungen einfacher bearbeiten. Untertitel: Ergebnisse des vierwöchigen Pilottests. Zielgruppe: Geschäftsleitung.

Folie 2 – Kundenproblem

Bestellungen werden heute mehrfach erfasst. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit beträgt 18 Minuten; pro Woche entstehen 24 interne Rückfragen.

Folie 3 – DeskFlow-Lösung

Eine zentrale Eingabemaske, automatische Pflichtfeldkontrolle und ein gemeinsamer Bearbeitungsstatus reduzieren Medienbrüche und fehlende Angaben.

Folie 4 – Testdaten

Bearbeitungszeit sank von 18 auf 11 Minuten. Interne Rückfragen sanken von 24 auf 14 pro Woche. Stelle beide Vorher-Nachher-Vergleiche gut lesbar dar.

Folie 5 – Nächster Schritt

Empfehlung: DeskFlow ab 1. November 2026 einführen. Entscheid der Geschäftsleitung und Benennung einer verantwortlichen Person bis 15. Oktober erforderlich.

Gestaltungsvorgaben

Pro Folie eine Kernaussage, wenig Text, einheitliche Farben und Schriften. Animationen nur zurückhaltend einsetzen. Sprechernotizen ergänzen den sichtbaren Folieninhalt.

Kopiere diesen Rohtext in den Dokumentbereich und formatiere ihn gemäss Auftrag.

Arbeitsauftrag in drei Schritten

  1. 1Plane genau fünf Folien gemäss Präsentationsbriefing.
  2. 2Visualisiere die Testdaten auf Folie 4 in einem passenden Diagramm.
  3. 3Formuliere pro Folie eine Kernaussage und kurze Sprechernotizen.
PPräsentationsbereich

Folie 1

Folie 2

Folie 3

Folie 4

Folie 5

Bearbeitet: 0 von 5 Feldern

Vor dem Prüfen kurz kontrollieren

  • Die fünf Folien bilden eine verständliche Geschichte.
  • Jede Folie besitzt eine klare Kernaussage.
  • Die Testdaten werden korrekt und verständlich visualisiert.
  • Notizen, Reihenfolge und Gestaltung sind geplant.

VSH-Lernbegleiter · Microsoft PowerPoint

Mit PowerPoint und dem VSH-Add-in üben

Öffne die passende Startdatei in Microsoft PowerPoint. Das gemeinsame Add-in bietet dir Aufgaben, Kontrolle und schrittweise Hilfe. Deine Datei speicherst du wie gewohnt in PowerPoint.

Im MVP steht eine Auswahl an Beispielaufgaben bereit. Weitere Aufgaben zu den Lernmodulen folgen.

Mit PowerPoint üben →

Anwendung

Übungsaufgaben

Löse den Auftrag direkt im Lernpfad. Die Kontrolle zeigt erfüllte und fehlende Kriterien sowie eine Musterlösung.

Aufgabe 1 von 6

Präsentation planen

Interaktive Arbeitsliste

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