Kommas in Sätzen und Aufzählungen
Kommas machen die Struktur eines Satzes sichtbar. In Aufzählungen trennen sie gleichrangige Wörter oder Wortgruppen. Vor und oder oder steht in einer einfachen Aufzählung normalerweise kein Komma.
Ein Nebensatz kann nicht allein stehen und wird vom Hauptsatz mit Komma getrennt. Signalwörter sind zum Beispiel weil, obwohl, dass, wenn, nachdem, bevor, sobald und damit.
Auch Relativsätze und Einschübe werden mit Kommas eingeschlossen: Frau Keller, die neue Teamleiterin, beginnt am Montag. Wird der Einschub entfernt, bleibt ein vollständiger Satz.
Bei Infinitivgruppen mit um, ohne, statt, anstatt, ausser oder als steht ein Komma: Wir rufen an, um den Termin zu bestätigen.
Zwischen zwei vollständigen Hauptsätzen steht ein Komma, wenn sie nicht durch und oder oder verbunden sind: Die Sitzung endet, das Team kehrt an die Arbeit zurück. Vor und oder oder kann ein Komma stehen, wenn es die Gliederung eines langen Satzes klarer macht.
Eine Infinitivgruppe wird auch abgetrennt, wenn sie von einem Nomen oder einem Hinweiswort abhängt: «Der Auftrag, die Daten zu prüfen, ist klar.» – «Wir achten darauf, alle Belege abzulegen.» In anderen Fällen kann das Komma freiwillig gesetzt werden, wenn es das Lesen erleichtert.
Weitere Aufzählungen: Für die Sitzung benötigen wir einen Raum, einen Beamer, Getränke und Namensschilder. Die Offerte ist vollständig, verständlich und übersichtlich.
Weitere Satzbeispiele: Weil die Ware verspätet eintraf, informieren wir den Kunden. Wir prüfen die Rechnung, bevor wir sie bezahlen. Herr Meier, der für den Einkauf zuständig ist, kontrolliert die Bestellung.
Praxisbeispiel
Wenn die Lieferung eintrifft, informieren wir Sie. Wir bestellen Papier, Ordner und Briefumschläge.




